Konflikte in Partnerschaften –  oder HÖRT DENN DAS NIE AUF?!

Die Wiederholungsschleife unserer inneren Muster

Viele meiner Klienten kennen das, was ich ein Muster nenne, nur allzu gut. Die Tatsache, dass sich Streitthemen in unserem Beziehungsalltag wiederholen. Völlig egal, ob es um die berühmte Zahnpastatube im Bad geht, den vergessenen Geburtstag der Tante Moni, die Zeit, die einfach nicht da ist, um in Ruhe den nächsten Urlaub zu planen oder die Erschöpfung nach einer stressigen Arbeitswoche, die manchmal nicht mal mehr ein aufmerksames Gespräch zulässt. Ob Kleinigkeit oder Grundsatzdiskussion, irgendwie ändern sich die Auslöser, aber wir nerven uns mit den immer gleichen Themen.  

 

Kennen Sie auch den tiefen inneren Wunsch, dass doch beim nächsten Partner alles besser werden soll?

Und dann wachen wir nach der ersten Verliebtheitsphase auf und liegen wieder „neben den gleichen Themen“.

Nun, und das ist eigentlich schon fast die Lösung: Uns selbst haben wir nämlich einfach immer dabei. Wir sehen die Welt durch eine sehr subjektive Brille und ich kann Ihnen versichern, die Gläser sind bei vielen von uns mit einem dicken Schmierfilm versehen. Das nennen wir dann auch gern Wahrnehmungsverzerrung. Andere nennen das den Rucksack der Vergangenheit, den wir mitschleppen. Vollgepackt mit essentiellen Überzeugungen über uns und das Leben, unseren Erfahrungen, unseren tiefsitzenden Glaubenssätzen. Glaubenssätze, die uns Oma oder Papa eingetrichtert haben, als wir noch gar keine eigene Meinung haben konnten und die tief in unserem Gehirn schlummern und immer dann anspringen, wenn es stressig wird. Das passiert total vollautomatisiert. Darauf haben wir willentlich keinerlei Einfluss - das läuft in unserem Unbewussten ab. Und da ist es dem Universum völlig egal, ob  der neue Partner blond oder brünett ist, ob Upperclass oder Underdog, ob auf italienisch oder französisch parliert wird, die Muster wohnen in uns, und sie folgen uns sowohl über Landesgrenzen als auch soziale Schichten hinweg. 

Das mag vielleicht locker flockig klingen, und ist es auch, insofern, als wenn wir den Clou raus haben und wissen, was wir selbst tun können, damit es sowohl in Italien als auch in Frankreich zu einem Happy End kommen kann. Dann brauchen wir in Zukunft nicht mehr verschreckt zusammenzucken, wenn es wieder um die geringe Wertschätzung geht, oder am Wochenende der Streit um die Windel den Samstag im Griff hat. Nein! Denn dann, wenn wir die innere Streitfalle gelöst haben, wenn wir aufgeräumt haben mit den alten unbewussten Kamellen, dann, ja dann, wird es diese Streits entweder gar nicht mehr geben oder wir werden diesen tiefenentspannt begegnen.