Probleme lösen: rund um Trauma

 
 
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Trauma ist ein starker und dramatischer Begriff, der viele von uns abschreckt. Einfach ausgedrückt ist damit ein Schockerlebnis gemeint, das sich nicht von alleine wieder auflöst. Man unterscheidet grob zwischen Schock- und Entwicklungstraumata.  

Oft erleben traumatisierte Menschen, dass Sie von ihrem Körper wie getrennt sind. Sie funktionieren häufig in ihrem Leben, sind vielfach "Leistungsträger".

Aber, für die Aussenwelt kaum sichtbar, gehen Selbst- und Fremdwahrnehmung nicht zusammen.  Innen ist es oft leer – still – wertlos – dunkel –  Es besteht häufig kein Zugang zu den Gefühlen und wenn doch, dann verstärkt zu den negativen wie Trauer, Wut, Hass, Schuld oder Scham. 

Akute SYMPTOME nach einem Trauma können sein:

  • Auf der Körperebene:  Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und Schlafstörungen 
  • Auf der kognitiven Ebene: Verwirrung, Desorientierung, Alpträume, Misstrauen, Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen
  • Auf der emotionalen Ebene: Angst, Schuldgefühle, Wutausbrüche, erhöhte Erregbarkeit
  • Auf der Verhaltensebene: Hektik, Abkapseln, erhöhter Konsum von Alkohol, Überempfindlichkeit, Hunger oder Appetitlosigkeit

Wenn die akuten Symptome nicht abklingen kann das Trauma sich in einer posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) manifestieren.

Zu den Symptomen einer PTBS  zählen

  • körperliche, emotionale Flashbacks
  • Alpträume 
  • Angst und Panikattacken 
  • Depressionen
  • das Vermeiden bestimmter Situationen
  • emotionale Empfindungslosigkeit
  • Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch
  • erhöhte Wachsamkeit - wie den inneren Schalter nicht auf "off" legen können.
  • innere Unruhe und Schlafstörungen uvm. 

Gerne kläre ich mit Ihnen in einem Anamnesegespräch, inwieweit diese Form der therapeutischen Arbeit für ihr Anliegen stimmig ist.

 

Meine Therapie-Empfehlung: EMDR

Die EMDR-Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine Form der Traumatherapie und eine der effektivsten Methoden zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). In den USA wird die EMDR-Methode bereits vielfach eingesetzt, um Menschen, die traumatische Erlebnisse zu verarbeiten haben, behutsam, nachhaltig und schnell zu helfen.

Die EMDR wird zudem erfolgreich zur Stärkung eigener Ressourcen, zur Stabilisierung in Stress- und Krisensituationen oder zur Bewältigung von größeren Belastungssituationen eingesetzt.

 

 

Sie möchten sich Zeit für Ihr Thema nehmen? 
Dann lassen Sie uns einen Tag oder ein Wochenende gemeinsam daran arbeiten!

Gerade beim Trauma kann es sehr sinnvoll sein, sich Zeit für das Thema zu nehmen. Einmal in aller Ruhe die Symptome und mögliche Herangehensweisen beleuchten, mit dem Ziel, Sie zu stabilisieren. Damit Sie durchatmen können. 

Mögliche Themen können sein:

  • Verlust eines lieben Menschen, den sie betrauern
  • Unfall
  • schwere bzw komplizierte Geburt
  • Trennung oder Scheidung
  • Diagnose einer schweren Krankheit
  • Erschöpfungszustände
  • Missbrauch oder eine Gewalterfahrung

Mit praktischen Übungen und Erklärungen zu den neuronalen Zusammenhängen erlernen Sie wichtige Schritte zur besseren Selbstregulation. Das bedeutet, dass Sie lernen, sich in Situationen, in denen die Gefühle Sie zu "übermannen scheinen",  über Körperübungen selbst zu beruhigen.

In therapeutischen Sessions arbeiten wir an der Integration der Erlebnisse, mit dem Ziel, Erleichterung und mehr Ruhe in Ihnen zu erzeugen. 

Mehr zum Thema Workshops finden Sie hier.